Die Farbabstufungen bei Weißgold

Weißgold erfreut sich als Material für hochwertigen Schmuck schon seit gut 100 Jahren großer Beliebtheit. Zum einen wird es als edle Alternative zu Silber geschätzt, weil es einen ähnlichen Farbton aufweist, aber weder anläuft noch zu Verfärbungen neigt. Zum anderen ist es kostengünstiger als Platin und lässt sich im Vergleich dazu besser verarbeiten.

Die Legierung entscheidet über den Farbton

Der Begriff Weißgold ist nicht gesetzlich geschützt. Deshalb können sich als Weißgold bezeichnete Legierungen in ihrer Zusammensetzung erheblich voneinander unterscheiden. Gemeinsam ist ihnen in jedem Fall, dass es sich – ebenso wie bei Gelbgold – um eine Legierung aus Gold und anderen Metallen handelt. Der Gehalt an Feingold wird dabei nach demselben Prinzip angegeben wie bei anderen Goldlegierungen. Für die Schmuckherstellung besonders gut geeignet ist Weißgold mit einem Feingehalt von 75 Prozent beziehungsweise 18 Karat, das auch als 750er Weißgold bezeichnet wird. 585er Weißgold wird ebenfalls häufig verwendet und ist aufgrund des geringeren Goldgehalts etwas preisgünstiger. Der silbrig-weiße Farbton kommt dadurch zustande, dass Weißgold im Vergleich zu Gelbgold weniger Kupfer enthält. Stattdessen werden der Legierung Silber, Chrom oder Platinmetalle zugesetzt. Für die Schmuckherstellung ist vor allem Palladium-Weißgold von Bedeutung.

Perfekt zu weißen und blauen Edelsteinen

Entgegen einem verbreiteten Irrtum handelt es sich bei Weißgold um eine durchgehend weiße Goldlegierung und nicht etwa um Gelbgold mit einer entsprechend behandelten Oberfläche. Der Farbton ist daher durchgehend und beständig. Er ändert sich durch mechanische Bearbeitung wie Polieren oder Sägen ebenso wenig wie durch Abnutzung bei längerem Gebrauch. Besonders begehrt ist Weißgold in Kombination mit weißen oder blauen Edelsteinen. So sind zum Beispiel Verlobungsringe aus Weißgold mit einem Brillanten inzwischen zu einem echten Klassiker geworden. Zudem werden weißgoldene Ringe, Anhänger oder Ohrstecker gern mit weißen Diamanten oder Brillanten sowie blauen Saphiren verziert. Auch als Material für ihre Trauringe wählen viele Paare heute Weißgold.

Woraus besteht Silber-Weißgold?

Wie der Name schon erahnen lässt besteht diese Variante aus Gold und Silber. In einigen Fällen sind auch noch kleine Anteile anderer Metalle enthalten. Diese Legierung ist mit einem Feingehalt von 33,3 %, 59 % und 75 % erhältlich. Bei der ersten Variante kann ein sehr heller Farbton (Standard White) erreicht werden.